(Foto: Ross Findon)

Einfach mal die Welt retten

An der Universität zu Kiel lernen die Studierenden von Christoph Corves, gesellschaftliche Probleme unternehmerisch zu lösen. Sein oberstes Credo: Selbst Verantwortung übernehmen! Wie das bei seinen Studierenden ankommt, erzählt er in einer neuen Episode des Stifterverband-Podcasts „Forschergeist“.

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ Dieser Ausspruch von Erich Kästner könnte das Leitmotiv von Christoph Corves und seinem Changemaker-Projekt sein. Sein Ziel: Die Studierenden sollen in Seminaren gesellschaftliche Herausforderungen, Nachhaltigkeit und Soziales Unternehmertum nicht nur theoretisch aufbereiten, sondern sie sollen Veränderungsprozesse selber gestalten und in die Hand nehmen. „Teaching for Empowerment“ nennt er das.

Ich wollte immer, dass man im Studium nicht nur Fakten und Grundlagen lernt, sondern auch, wie man Dinge verändert.

Christoph Corves

Professor für Geographie und Medien an der Universität zu Kiel

An der Universität, so sagt er, würden zwar viele gesellschaftliche Projekte angestoßen, sie endeten aber in der Regel bereits nach der Konzeptionsphase. „Die Studierenden schreiben ein Konzept, das wird dann benotet – und anschließend entsorgt.“ Wirkliche Veränderung entstünde so nicht. „Wir wissen aus Erfahrung, dass es total entscheidend ist, dass Menschen ihre Ideen auch umsetzen – und zwar mit voller Verantwortung. Das heißt, nicht der Professor trägt die Verantwortung für das Projekt, sondern die Studierenden selbst. Denn nur wer die Erfahrung macht: Ich kann das! Ich kann etwas verändern! Der wird es immer wieder machen.“ Die Studierenden müssen also selbst zu „Changemakern“ werden. 

Hören Sie die ganze Folge

Episodencover Forschergeist (Foto: Ross Findon)

Sie können die Folge mit Christoph Corves auf der „Forschergeist“-Homepage herunterladen oder direkt den Podcast abonnieren. 

Forschergeist 48: Die Zukunftsmacher

Zur Person

(Foto: privat)
Christoph Corves und das Team des Changemaker-MOOCs.

Christoph Corves ist Professor für Geographie und Medien an der Universität zu Kiel (CAU). Mit Medien kennt er sich aus. Bevor er 2002 als Juniorprofessor an die CAU kam, produzierte er Dokumentarfilme in eigener Regie. Sein Film „Süßhunger“ über den Weltmarkt für Zucker wurde mehrfach ausgezeichnet. Nebenberuflich arbeitete er zuvor auch als Journalist und Fotograf für verschiedene Zeitschriften. Am Geographischen Institut hat Corves das Zentrum für Geographie und Medien aufgebaut, das er jetzt leitet. Viele seine Kurse sind als MOOC konzipiert, also als im Netz frei zugängliche Onlinekurse, die er über seine Zukunftsmacher-Plattform anbietet. 

Kommentare anzeigen