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Herzlich willkommen beim MERTON-Magazin!

Willkommen auf den Seiten von MERTON, dem Onlinemagazin des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft. Lesen Sie hier was Wissenschaft zu leisten vermag und warum sie für unsere Gesellschaft eine so zentrale Rolle spielt – digital, multimedial aufbereitet und mit vielen Features zum Abonnieren, Merken und Verschicken der Artikel.

Wir hätten es wissen müssen: Wer viel fragt, bekommt viele Antworten. So erging es uns im Frühjahr 2015, als wir die Leser unseres Printmagazins „Wirtschaft & Wissenschaft“ nach ihren Lesegewohnheiten fragten. Wir wollten wissen: Wie informieren sie sich, wie viel lesen sie, was lesen sie, auf welchen Geräten lesen sie und was möchten sie bei uns lesen.

Bei aller Heterogenität der Antworten war eines sofort erkennbar: Leser lassen sich nicht mehr in Schubladen stecken. Es gibt sowohl den 20-jährigen Printliebhaber als auch die 65-jährige YouTube-Anhängerin. Es gibt kein device, das man als Herausgeber heutzutage bevorzugen könnte: Ob raschelndes Papier, Laptop, Tablet, E-Reader oder Desktop-Rechner, gelesen wird überall. Die unterschiedlichsten Menschen im unterschiedlichsten Alter nutzen die unterschiedlichsten Geräte.

Mehr Dialog mit dem Leser

Eines war uns allerdings schon klar, als wir die Umfrage starteten: Das mit dem raschelnden Papier wollten wir nicht mehr machen. Nicht aus einer Laune heraus, sondern weil es uns nicht mehr zeitgemäß erscheint, alle vier Monate ein Printheft durch die Republik zu schicken, dessen Redaktionsschluss bei Ankunft im Briefkasten schon einige Wochen zurückliegt. Zur fehlenden Aktualität kommt hinzu: Die Möglichkeiten von Print sind sehr beschränkt. Wer viel im Internet unterwegs ist, gewöhnt sich sehr schnell an die Vorteile multimedial erzählter Geschichten. Personalisiertes Storytelling, wie wir es hier im MERTON-Magazin umsetzen wollen, ruft geradezu nach Bilderstrecken, nach Audio- und Videoinhalten, die das geschriebene Wort ergänzen und vertiefen. Nicht zuletzt trieb uns der Wunsch an, hochwertige Inhalte referenzierbar zu machen und längerfristig zu konservieren. Nur so kann es gelingen, die Inhalte einer breiten Öffentlichkeit nicht nur zugänglich zu machen, sondern auch in Dialog darüber zu kommen.

Namensgeber Richard Merton

Und da sind wir nun also und ringen – wie alle, die Inhalte ins Internet stellen – um Aufmerksamkeit, die wichtigste Währung des Internets. Wir wollen Ihre – des Lesers – Aufmerksamkeit durch möglichst gute Geschichten erlangen. Alles, was Sie hier lesen, sehen und hören können, dient dem Zweck, zu zeigen, was Wissenschaft zu leisten vermag und warum sie für unsere Gesellschaft eine so zentrale Rolle spielt. Das ist im Übrigen auch die Aufgabe des Stifterverbandes seit fast 100 Jahren. Und deshalb haben wir unserem neuen Magazin auch einen Namen gegeben, der in besonderer Weise mit dem Stifterverband und dem Thema Wissenschaft verbunden ist: MERTON. Namensgeber Richard Merton war der erste Präsident des Stifterverbandes nach dem Zweiten Weltkrieg. Wie kein anderer prägte er den Stifterverband in seinem Engagement, Bildung und Wissenschaft zu fördern – für ein innovationsfähiges und gesellschaftlich reiches Deutschland. 

Richard Merton (Illustration: Irene Sackmann)

Richard Merton ist eine der wichtigsten Figuren in der Geschichte des Stifterverbandes. Doch wer war dieser Feingeist und Industrielle, der den Stifterverband nach dem Zweiten Weltkrieg neu begründete – und der unserem neuen Digitalmagazin seinen Namen leiht?
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Wir werben für diesen Gedanken, indem wir hier im MERTON-Magazin die Menschen zeigen, die Wissenschaft leben und sie vorantreiben. Wir blicken auf die, die ihre wissenschaftliche Karriere vielleicht noch vor sich haben, also auf die Studierenden oder Doktoranden. Wir blicken auf die, die besondere Verantwortung im Bildungssystem wahrnehmen, die Lehrer und Hochschullehrer, die Wissenschaftsmanager in Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen. Wir wollen ergründen, woran es im Bildungssystem hakt, wir wollen fragen, was gute Wissenschaft ermöglicht und welche Voraussetzungen eine funktionierende Innovationskultur braucht. Wir denken auch und gerade über Wirtschaft nach, weil wir der Meinung sind, dass Wirtschaft und Wissenschaft sich gegenseitig bedingen, befruchten, vorantreiben.

Regelmäßige Kolumnen

Kolumnist Patrick Breitenbach

Patrick Breitenbach
Patrick Breitenbach (Foto: AMX Design - Alex Stiebritz)

Der kontroverse Austausch zwischen Studierenden und Professoren ist für den wissenschaftlichen Diskurs unverzichtbar. Doch was ist, wenn der Diskurs – ins Internet verlagert – zur einseitigen Hetze gegen die Wissenschaftler wird? Was sagt das über die Machtbeziehungen an deutschen Universitäten aus? Eine Kolumne von Patrick Breitenbach.
"Watchblog Your Prof"

Wir wollen das alles ohne Scheuklappen und ohne Public-Relations-Attitüde tun. MERTON soll ein Forum für diverses Denken sein. Wir haben deshalb auch eine Reihe von Kolumnisten eingeladen, regelmäßig für MERTON zu schreiben. Kluge, unabhängige Köpfe, denen wir nicht reinreden, wenn sie hier über Arbeitswelten (Gunter Dueck), Technikkritik (Kathrin Passig), Wissenschaftskommunikation (Beatrice Lugger), neues ökonomisches Denken (Justus Haucap), Webphänomene (Patrick Breitenbach) oder den gesellschaftlichen Wandel von Wirtschaft (Christoph Kappes) schreiben werden. Nicht ausgeschlossen, dass weitere Kolumnisten bald noch dazustoßen werden.

Wir werden weit über den organisatorischen Tellerrand hinausschauen, weil wir uns als offenes Meinungsforum etablieren wollen. Die Leser werden deshalb hier auch viele Geschichten und Themen finden, die über die Programme und Initiativen des Stifterverbandes hinausgehen. Wer Informationen dazu sucht, ist nach wie vor auf der Homepage des Stifterverbandes gut aufgehoben. Hier im Onlinemagazin MERTON wollen wir den Blick weiten und jene Initiativen auf einer anderen, konkreteren Diskussionsebene verhandeln.

Ob es uns gelingen wird, aus einem gutmütigen Verbandsmagazin ein meinungsstarkes, lebendiges Digitalmagazin zu machen, wird die Zukunft zeigen. Wenn Sie, liebe Leser, die hier präsentierten Geschichten für gut und wichtig befinden, dann erzählen Sie doch bitte anderen davon. Unser Magazin bietet jede Menge technische Möglichkeiten dafür, die Beiträge zu liken, zu posten und zu empfehlen.

Individuelle Leseliste

Ebenso würden Sie uns eine Freude machen, wenn Sie unseren Newsletter abonnieren. Sie können sich einmal in der Woche oder einmal im Monat eine E-Mail mit den Links zu den neuesten Artikeln schicken lassen. Es gibt auch die Option, jedes Mal eine Nachricht zu erhalten, wenn ein Artikel neu veröffentlicht wurde. Sie können Ihren Informationsbedarf auch thematisch einschränken und wählen, ob Sie Nachrichten aus den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Innovation – den großen Themenfeldern des Stifterverbandes – erhalten möchten. Nutzen Sie dazu einfach die Anmeldemöglichkeit etwas weiter unten.

Bei Bedarf stellen Sie sich mit der Funktion „Merkliste“ eine individuelle Leseliste zusammen, die Sie auch bequem mit einem Link an andere versenden können. Und nicht zuletzt können Freunde des PDF-Formates jeden Beitrag auch als PDF abspeichern und downloaden.

Sie finden auch jetzt zum Start des Magazins schon einen großen Fundus an Beiträgen. Einige davon haben wir in der Vergangenheit bereits in „Wirtschaft & Wissenschaft“ veröffentlicht. Sie erschienen uns aber so relevant, dass wir sie ins neue Medium aufgenommen haben. Hier und da haben wir sie behutsam aktualisiert oder mit zusätzlichen Inhalten versehen. Ein großer Teil der Texte, Bilder oder Videos ist aber ganz frisch und für den Start von MERTON produziert worden. Redaktion und Autoren freuen sich über Feedback in den Kommentarspalten, die sich standardmäßig unter jedem Artikel befinden.

Und jetzt wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Entdecken unseres neuen Magazins.

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